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Wann hat sich eine Abhalte-Ausstattung finanziell gerechnet?
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Wann hat sich eine Abhalte-Ausstattung finanziell gerechnet?

Ein Abhaltetöpfchen, eine wiederverwendbare Abhaltewindel, Einlagen und vielleicht eine Hose, die sich besonders schnell öffnen lässt:

Wenn Abhalten Teil des Familienalltags wird, kann mit der Zeit eine kleine Ausstattung zusammenkommen.

Und dann ist die Frage völlig verständlich:

Wann haben wir durch weniger Einwegwindeln eigentlich wieder so viel gespart, wie wir für diese Dinge ausgegeben haben?

Die Antwort ist ein bisschen weniger eindeutig, als sie zunächst klingt.

Denn bei wiederverwendbarer Ausstattung gibt es nicht nur den Kaufpreis.

Einlagen werden gewaschen.

Eine Woll-Abhaltewindel braucht Pflege.

Wasser, Strom und Waschmittel gehören deshalb ebenfalls zur Rechnung.

Gleichzeitig kann eine gute Ausstattung viele Monate genutzt, für ein Geschwisterkind weiterverwendet oder vielleicht später weitergegeben werden.

Wir möchten deshalb nicht auf den Cent ausrechnen, wann sich jedes einzelne Produkt „amortisiert“.

Viel hilfreicher finden wir eine andere Frage:

Ab wann kann das, was ihr nicht mehr für Einwegwindeln ausgebt, ungefähr die zusätzlichen Kosten des Abhaltens ausgleichen?

Das Wichtigste zuerst: Abhalten kann auch 0 Euro kosten

Bevor wir über Töpfchen, Einlagen und Abhaltewindeln sprechen, gehört etwas Wichtiges an den Anfang:

Du musst nichts kaufen, um mit Abhalten zu beginnen.

Du kannst eure bisherige Windel weiter als Backup verwenden und dein Baby beispielsweise über dem Waschbecken oder der Toilette abhalten.

Dann entstehen zunächst:

0 Euro zusätzliche Anschaffungskosten.

Wenn dadurch irgendwann eine neue Einwegwindel tatsächlich nicht benötigt wird, reduziert sich eure Windelrechnung direkt.

Bei einer Windel für 30 Cent sind 100 tatsächlich nicht benötigte Windeln zum Beispiel ungefähr:

30 Euro weniger Windelkosten.

Es gibt dann keinen Anschaffungspreis, der zuerst wieder hereingeholt werden muss.

Wenn du Abhalten erst einmal ausprobieren möchtest, findest du in unserem kostenlosen Startguide zum Abhalten einen einfachen Einstieg.

Wann hat sich ein Abhaltetöpfchen ungefähr gerechnet?

Ein kleines Abhaltetöpfchen ist für viele Familien die erste zusätzliche Anschaffung.

Das Mata Origin Abhaltetöpfchen kostet regulär 15,50 Euro.

Hier ist die Rechnung noch ziemlich einfach, denn ein Töpfchen verursacht kaum laufende Kosten.

Wenn eure Einwegwindel ungefähr 30 Cent kostet, entsprechen 15,50 Euro ungefähr:

50 Einwegwindeln.

Nach rund 50 Windeln, die tatsächlich nicht mehr benötigt wurden, wäre der Kaufpreis des Töpfchens also ungefähr ausgeglichen.

Bei günstigeren Windeln dauert es länger.

Bei teureren Windeln geht es entsprechend schneller.

Preis pro Einwegwindel Ungefähr so viele nicht benötigte Windeln entsprechen 15,50 €
0,20 € ca. 80
0,30 € ca. 50
0,40 € ca. 40

Das bedeutet aber nicht, dass ab jetzt jeden Tag eine Windel „gespart werden muss“.

Vielleicht gibt es bei euch drei schöne Abhaltemomente pro Woche.

Dann dauert es einfach etwas länger.

Auch das zählt.

Wann ist eine Einwegwindel wirklich eingespart?

Für eine ehrliche Rechnung ist diese Unterscheidung wichtig.

Nicht jeder erfolgreiche Abhaltemoment spart automatisch eine Windel.

Wenn dein Baby bereits in die Windel gemacht hat und sie sowieso gewechselt werden muss, wurde durch anschließendes Abhalten keine weitere Windel vermieden.

Anders sieht es aus, wenn:

  • das Backup noch sauber ist
  • dein Baby außerhalb davon ausscheidet
  • das Backup sauber bleibt
  • und anschließend weitergetragen werden kann

Dann braucht ihr tatsächlich keine neue Einwegwindel.

Nur solche Windeln zählen wir in unseren Kostenbeispielen als eingespart.

Was verändert sich bei einer wiederverwendbaren Abhalte-Ausstattung?

Hier wird die Rechnung etwas anders.

In unserem Artikel Abhalte-Erstausstattung: Was du wirklich brauchst – und was sie kostet haben wir beispielhaft eine kleine wiederverwendbare Grundausstattung zusammengestellt:

  • 1 Abhaltetöpfchen: 15,50 €
  • 1 Abhaltewindel Babysize extra dry: 68,00 €
  • 10 waschbare Windeleinlagen: 85,00 €

Zusammen:

168,50 Euro.

Wenn wir nur den Kaufpreis betrachten, entspricht das bei einer Einwegwindel für 30 Cent ungefähr:

560 Windeln.

Aber damit wäre die Rechnung noch nicht vollständig.

Denn die Einlagen müssen nach der Benutzung gewaschen werden.

Welche Waschkosten gehören zur Rechnung?

Waschbare Einlagen sind nicht kostenlos in der Nutzung.

Für ihre Reinigung braucht ihr:

  • Wasser
  • Strom
  • Waschmittel

Wie viel davon tatsächlich zusätzlich anfällt, ist von Familie zu Familie sehr verschieden.

Wenn einige Einlagen einfach mit einer ohnehin laufenden Babyladung mitgewaschen werden, entstehen kaum dieselben Mehrkosten wie bei einer zusätzlichen Waschmaschine nur für Windeln und Einlagen.

Wenn durch das wiederverwendbare Backup dagegen regelmäßig zusätzliche Waschgänge entstehen, sollte man diese selbstverständlich mitrechnen.

Eine zusätzliche Waschladung kann – je nach Maschine, Programm, Strompreis und Waschmittel – grob einige zehn Cent bis etwa einen Euro kosten.

Bei einer zusätzlichen Maschine pro Woche werden daraus über ein Jahr schnell einige Dutzend Euro.

Bei zwei oder drei zusätzlichen Maschinen entsprechend mehr.

Wie sich diese Kosten zusammensetzen, haben wir ausführlich in Wasser, Strom und Waschmittel: Was kosten Stoffwindeln tatsächlich? betrachtet.

Wie wirkt sich das Waschen auf die Rechnung aus?

Nehmen wir ein einfaches Beispiel.

Unsere wiederverwendbare Grundausstattung kostet rund:

170 Euro.

Während der Nutzung entstehen zusätzlich beispielsweise rund:

50 Euro Wasch- und Pflegekosten.

Dann liegen die Gesamtkosten nicht mehr bei 170 Euro, sondern ungefähr bei:

220 Euro.

Bei einer Einwegwindel für 30 Cent entsprechen 220 Euro ungefähr:

730 Einwegwindeln.

Erst wenn ungefähr diese Größenordnung tatsächlich nicht mehr gekauft werden muss, wären in diesem Beispiel auch die angenommenen Wasch- und Pflegekosten ausgeglichen.

Aber die 50 Euro sind nur ein Beispiel.

Bei euch können die zusätzlichen Waschkosten niedriger oder höher sein.

Genau deshalb finden wir es sinnvoller, mit einer Größenordnung zu rechnen als einen scheinbar exakten Zeitpunkt zu versprechen.

Wie schnell kann sich eine kleine Ausstattung rechnen?

Je weniger ihr zusätzlich kauft, desto schneller kann die Rechnung natürlich aufgehen.

Ein Töpfchen für rund 15 Euro kann bereits nach einigen Dutzend nicht benötigten Einwegwindeln ungefähr ausgeglichen sein.

Eine komplette wiederverwendbare Ausstattung für 170 oder 200 Euro braucht entsprechend länger.

Das ist kein Nachteil.

Sie erfüllt schließlich auch eine andere Aufgabe.

Ihr kauft nicht nur etwas, um Einwegwindeln zu sparen.

Ihr bekommt ein wiederverwendbares Backup, Einlagen und Dinge, die euch das Abhalten im Alltag leichter machen können.

Was passiert bei einer Windel weniger pro Tag?

Nehmen wir als einfache Orientierung eine Einwegwindel für 30 Cent.

Wenn durchschnittlich eine Windel pro Tag tatsächlich nicht benötigt wird, entspricht das ungefähr:

  • 9 € pro Monat
  • 110 € pro Jahr
  • rund 275 € über zweieinhalb Jahre

Damit hätte sich:

  • ein kleines Töpfchen relativ schnell
  • eine größere wiederverwendbare Ausstattung deutlich später

finanziell ungefähr ausgeglichen.

Bei zwei tatsächlich nicht benötigten Windeln pro Tag verdoppelt sich die vermiedene Ausgabe entsprechend.

Aber auch hier gilt:

Das ist keine Zielvorgabe.

Abhalten soll keine tägliche Spar-Challenge werden.

Und wenn es nur drei Windeln pro Woche sind?

Auch dann summiert sich etwas.

Drei Windeln pro Woche bei 30 Cent entsprechen ungefähr:

45 Euro im Jahr.

Ein kleines Töpfchen kann sich damit im Laufe einiger Monate ungefähr ausgeglichen haben.

Eine größere Ausstattung braucht entsprechend länger.

Aber vielleicht verwendet ihr sie mehrere Jahre.

Oder für ein zweites Kind.

Genau deshalb lohnt sich nicht nur die Frage:

Wie schnell rechnet es sich?

Sondern auch:

Wie lange können wir es verwenden?

Wenn ihr nur einzelne Abhaltemomente in euren Alltag integrieren möchtet, passt dazu auch unser Artikel Teilzeit-Windelfrei: Warum auch einzelne Momente zählen.

Wie verändert ein zweites Kind die Rechnung?

Hier werden wiederverwendbare Produkte besonders interessant.

Ein Abhaltetöpfchen kann ein Geschwisterkind weiter benutzen.

Eine gut erhaltene Abhaltewindel kann weitergegeben werden.

Auch waschbare Windeleinlagen können erneut verwendet werden.

Die ursprünglichen Anschaffungskosten entstehen dann nicht ein zweites Mal vollständig.

Natürlich bleiben Wasch- und Pflegekosten bestehen.

Aber der Kaufpreis verteilt sich auf sehr viel mehr Nutzungen.

Eine Ausstattung für rund 170 Euro, die zwei Kinder begleitet, entspricht rechnerisch zunächst nur noch etwa:

85 Euro Anschaffung pro Kind.

Das ist nur eine vereinfachte Betrachtung, zeigt aber gut, warum Wiederverwendung die Rechnung deutlich verändern kann.

Wie gehört die Abhaltehose in die Rechnung?

Eine Abhaltehose würden wir nicht einfach vollständig als zusätzliche Windelfrei-Ausgabe rechnen.

Denn dein Baby braucht ohnehin eine Hose.

Wenn du statt einer anderen Babyhose eine Abhaltehose kaufst, ist finanziell eigentlich nur der Mehrpreis gegenüber der Kleidung relevant, die ihr sonst gekauft hättet.

Und selbst das erzählt noch nicht die ganze Geschichte.

Denn der eigentliche Wert einer Abhaltehose liegt nicht darin, Windeln direkt einzusparen.

Sie kann dafür sorgen, dass ein erkannter Moment überhaupt unkompliziert genutzt werden kann.

Das ist schwer in Euro auszudrücken.

Wie gehört die Wollpflege in die Rechnung?

Wenn ihr eine Woll-Abhaltewindel verwendet, braucht sie hin und wieder Pflege.

Dazu können Wollwaschmittel und Lanolin gehören.

Auch diese Produkte kosten Geld.

Sie werden allerdings nicht nach einer einzigen Anwendung aufgebraucht, sondern über viele Pflegevorgänge verwendet.

Für eine vollständige persönliche Rechnung könnt ihr deshalb einen kleinen Anteil für Wollpflege berücksichtigen.

Wie eine Wollwindel gepflegt und gefettet wird, erklären wir in Wolle fetten: So einfach funktioniert das Lanolinbad.

Ist Abhalten mit Einwegwindeln finanziell einfacher zu berechnen?

Ja.

Wenn ihr euer bisheriges Einweg-Backup weiterverwendet und beispielsweise nur ein Töpfchen kauft, ist die Rechnung sehr übersichtlich.

Ihr habt geringe zusätzliche Anschaffungskosten.

Es entstehen kaum zusätzliche Waschkosten.

Und jede Einwegwindel, die tatsächlich nicht gebraucht wird, lässt sich direkt mit ihrem Stückpreis berechnen.

Deshalb kann gerade Teilzeit-Windelfrei mit dem bisherigen Backup finanziell sehr unkompliziert sein.

Ist ein komplett wiederverwendbares System automatisch günstiger?

Nein.

Das möchten wir bewusst nicht versprechen.

Eine wiederverwendbare Ausstattung kostet zunächst Geld.

Sie wird gewaschen und gepflegt.

Wenn ihr besonders günstige Einwegwindeln verwendet, kann es lange dauern, bis sich eine größere Neuanschaffung allein über vermiedene Windelkäufe finanziell ausgleicht.

Bei teureren Einwegwindeln kann es schneller gehen.

Und bei mehreren Kindern kann sich die Rechnung noch einmal deutlich verändern.

Wenn du Einwegwindeln, Stoffwindeln und Abhalten insgesamt vergleichen möchtest, findest du dazu unseren Artikel Einwegwindeln, Stoffwindeln oder Windelfrei: Gesamtkosten im Vergleich.

Wann lohnt sich Abhalte-Ausstattung auch ohne finanzielle Ersparnis?

Vielleicht ist diese Frage fast wichtiger als die Rechnung.

Ein Töpfchen kann praktisch sein, auch wenn es sich noch nicht „bezahlt gemacht“ hat.

Eine Abhaltewindel kann euch Sicherheit geben.

Eine Hose mit schnellem Zugang kann einen hektischen Moment viel entspannter machen.

Ein paar zusätzliche Einlagen können bedeuten, dass ihr nicht ständig über Wäsche nachdenken müsst.

Produkte können also einen Wert haben, der sich nicht vollständig in eingesparten Cent ausdrücken lässt.

Das bedeutet nicht, dass die Kosten egal sind.

Aber sie sind eben nur ein Teil der Entscheidung.

Kann man Abhalten überhaupt nur wegen des Geldes betrachten?

Eigentlich nicht.

Abhalten ist keine Sparmethode, bei der möglichst viele Windeln vermieden werden müssen.

Vielleicht beginnt ihr, weil ihr merkt, dass euer Baby vor einer Ausscheidung deutlich unruhig wird.

Vielleicht möchtet ihr darauf reagieren.

Vielleicht gefällt euch die Kommunikation, die dabei entsteht.

Vielleicht möchtet ihr weniger Einwegprodukte verwenden.

Und vielleicht freut ihr euch nebenbei darüber, wenn dadurch eure Windelrechnung etwas kleiner wird.

All diese Gründe dürfen nebeneinander bestehen.

Wie könnt ihr eure eigene Rechnung machen?

Für eine einfache Orientierung braucht ihr vier Werte:

  1. Wie viel habt ihr zusätzlich für Abhalte-Ausstattung ausgegeben?
  2. Was kostet eure Einwegwindel pro Stück?
  3. Wie viele Einwegwindeln werden tatsächlich nicht benötigt?
  4. Welche zusätzlichen Wasch- und Pflegekosten entstehen?

Dann könnt ihr ganz einfach vergleichen:

vermiedene Windelkosten

mit:

Anschaffung + zusätzlichem Waschen + Pflege.

Ihr braucht dafür keine perfekte Formel.

Es reicht, eine realistische Größenordnung zu kennen.

Kann der Windelkosten-Rechner dabei helfen?

Ja.

Mit unserem Windelkosten-Rechner könnt ihr eure eigene Ausgangslage durchspielen.

Dort könnt ihr unter anderem angeben:

  • euren Preis pro Windel
  • euren täglichen Windelverbrauch
  • wie lange ihr voraussichtlich noch wickelt
  • wie viele Einwegwindeln durch Abhalten tatsächlich nicht benötigt werden
  • welche zusätzlichen Ausgaben ihr für Ausstattung habt

Wasch- und Pflegekosten wiederverwendbarer Produkte könnt ihr anschließend zusätzlich zu eurer persönlichen Rechnung nehmen.

Jetzt eure persönlichen Windelkosten berechnen

Wann hat sich eine Abhalte-Ausstattung also ungefähr gerechnet?

Bei einer sehr kleinen Ausstattung kann das relativ schnell gehen.

Ein Töpfchen für rund 15 Euro entspricht bei einer Einwegwindel für 30 Cent ungefähr 50 Windeln.

Bei einer größeren wiederverwendbaren Ausstattung für rund 170 Euro sind es allein für den Kaufpreis ungefähr 560 Windeln.

Wenn zusätzlich Wasch- und Pflegekosten entstehen, verschiebt sich dieser Punkt entsprechend nach hinten.

Und genau deshalb möchten wir keinen festen Satz schreiben wie:

„Nach neun Monaten hat sich Windelfrei bezahlt gemacht.“

So funktioniert Familienalltag nicht.

Bei euch kann es früher sein.

Später.

Oder vielleicht ist die finanzielle Ersparnis am Ende gar nicht besonders groß.

Das macht Abhalten nicht weniger wertvoll.

Die Rechnung hilft nur dabei, die Kosten realistisch einzuschätzen.

Und vielleicht zeigt sie vor allem etwas anderes:

Ihr müsst gar nicht groß investieren, um anzufangen.

Ihr könnt erst ausprobieren.

Dann schauen, was euch wirklich hilft.

Und eure Ausstattung genau so wachsen lassen wie eure Erfahrung mit eurem Baby.

Was kannst du als Nächstes lesen?

Häufige Fragen zur finanziellen Seite der Abhalte-Ausstattung

Wann hat sich ein Abhaltetöpfchen finanziell gerechnet?

Bei einem Töpfchen für 15,50 Euro und einer Einwegwindel für ungefähr 30 Cent entsprechen die Anschaffungskosten rund 50 Windeln. Wenn etwa 50 neue Einwegwindeln tatsächlich nicht benötigt werden, ist der Kaufpreis ungefähr ausgeglichen.

Muss ich Waschkosten bei einer Abhaltewindel mitrechnen?

Ja. Bei wiederverwendbaren Einlagen und Backups gehören Wasser, Strom und Waschmittel zu einer vollständigen Rechnung. Bei Wollprodukten können zusätzlich Wollwaschmittel und Lanolin hinzukommen.

Was ist, wenn die Einlagen mit der normalen Babywäsche gewaschen werden?

Dann können die tatsächlichen zusätzlichen Waschkosten relativ gering sein. Entsteht dagegen regelmäßig eine zusätzliche Waschmaschine nur wegen Windeln und Einlagen, sollte dieser Waschgang vollständig in die Rechnung einfließen.

Spart jeder Abhaltemoment eine Einwegwindel?

Nein. Für die Kostenrechnung zählt nur eine neue Einwegwindel, die tatsächlich nicht benötigt wird. Wenn eine bereits nasse Windel ohnehin gewechselt werden muss, entsteht dadurch keine zusätzliche Windelersparnis.

Wie viel kann eine Windel weniger pro Tag sparen?

Bei einer Windel für 30 Cent sind das ungefähr 9 Euro im Monat beziehungsweise rund 110 Euro im Jahr. Ob daraus tatsächlich eine Nettoersparnis wird, hängt auch von Anschaffungs-, Wasch- und Pflegekosten ab.

Kann ich Abhalten beginnen, ohne Ausstattung zu kaufen?

Ja. Du kannst dein bisheriges Backup weiterverwenden und dein Baby beispielsweise über einem Waschbecken oder der Toilette abhalten. Dann entstehen keine zusätzlichen Anschaffungskosten.

Ist wiederverwendbare Abhalte-Ausstattung immer günstiger?

Nein. Sie kann sich langfristig rechnen, besonders bei häufiger Nutzung oder mehreren Kindern. Sie verursacht aber Anschaffungs-, Wasch- und gegebenenfalls Pflegekosten. Deshalb hängt das Ergebnis immer vom individuellen Alltag ab.

FÜR DEN EINSTIEG

Abhalten ist neu für dich?

Hier findest du einen einfachen Einstieg – ohne Druck, ohne Perfektion. Nur das, was für euch funktioniert.

ZUM EINSTIEGSGUIDE

Häufige Fragen zum Abhalten

Viele Eltern haben am Anfang ähnliche Fragen. Hier findest du die wichtigsten Antworten auf einen Blick.

Ab wann kann ich mit dem Abhalten beginnen?

Du kannst ab dem ersten Tag starten. Viele Eltern beginnen direkt nach der Geburt – andere erst Wochen oder Monate später. Beides ist völlig in Ordnung. Dein Baby bringt die Fähigkeit von Anfang an mit.

Muss ich komplett auf Windeln verzichten?

Nein. Abhalten bedeutet nicht, dass du keine Windeln mehr benutzt. Viele Familien kombinieren beides ganz entspannt. Es geht nicht um Perfektion, sondern um Kommunikation mit deinem Baby.

Was, wenn ich die Signale meines Babys nicht erkenne?

Das ist am Anfang ganz normal. Mit der Zeit wirst du dein Baby immer besser verstehen. Du kannst zusätzlich feste Zeitpunkte nutzen, zum Beispiel nach dem Schlafen oder Stillen.

Ist Abhalten nicht stressig im Alltag?

Viele Eltern empfinden eher das Gegenteil. Weniger volle Windeln, weniger Stress beim Wickeln – und oft eine ruhigere, klarere Kommunikation mit dem Baby.

Funktioniert Abhalten auch nachts?

Ja, das ist möglich. Viele Babys melden sich auch nachts. Wichtig ist, dass du einen Weg findest, der für euch beide entspannt ist. Es muss nicht perfekt sein – jeder kleine Schritt zählt.

Was mache ich, wenn es nicht klappt?

Dann ist das völlig in Ordnung. Abhalten ist kein Alles-oder-nichts-Konzept. Du kannst jederzeit pausieren und später wieder einsteigen. Jeder Versuch ist ein Schritt nach vorn.

Was hilft mir beim Einstieg am meisten?

Am wichtigsten ist Vertrauen in dich und dein Baby. Und manchmal helfen kleine, durchdachte Dinge, die den Alltag einfacher machen – zum Beispiel Kleidung, die sich schnell öffnen lässt oder eine passende Abhaltewindel.

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