Die Frage, die sich fast alle Eltern stellen
Wenn du dich mit windelfrei beschäftigst, kommt früher oder später diese Frage:
Wie oft muss ich mein Baby nachts eigentlich abhalten?
Die kurze Antwort:
So oft, wie dein Baby es braucht – und so wenig wie möglich, um den Schlaf nicht zu stören.
Vor allem nachts geht es nicht um Perfektion, sondern um ein gutes Gefühl und ruhige Abläufe.
Viele Babys müssen nachts ein bis drei Mal ausscheiden. Manche öfter, manche seltener. Das hängt stark vom Alter, von der Entwicklung und auch vom individuellen Rhythmus deines Babys ab.
Wichtiger als die Häufigkeit ist, dass du ein Gefühl für die typischen Momente bekommst.
Typische Momente sind:
• nach dem Einschlafen
• nach einer längeren Schlafphase
• beim ersten Unruhigwerden
• am frühen Morgen
Mit der Zeit erkennst du diese Situationen immer klarer. Es ist weniger ein Plan, den du verfolgst, sondern eher ein Gefühl, das sich entwickelt.
Du musst nachts nicht perfekt reagieren
Nachts gelten andere Regeln als tagsüber.
Es geht nicht darum, jede Ausscheidung zu erwischen oder alles richtig zu machen.
Es geht darum, dass ihr als Familie möglichst ruhig durch die Nacht kommt.
Manche Eltern halten ihr Baby einmal pro Nacht ab. Andere machen es mehrmals. Und wieder andere entscheiden sich bewusst dagegen und reagieren nur, wenn ihr Baby sehr deutlich zeigt, dass es muss.
All diese Wege können richtig sein.
Wichtig ist vor allem, dass es sich für euch stimmig anfühlt. Dass dein Baby nicht unnötig wach wird. Und dass du dich nicht unter Druck setzt.
Oft reicht es, auf die klaren, deutlichen Signale zu reagieren.
Der Rest darf einfach passieren.
Wenn dein Baby nachts häufig unruhig ist oder viel drückt, kann auch die Verdauung eine Rolle spielen. Dann lohnt sich ein Blick auf dieses Thema:
Baby Bauchweh & 3-Monats-Koliken
Wann Abhalten nachts besonders gut funktioniert
Es gibt bestimmte Situationen, in denen Abhalten nachts besonders gut funktioniert.
Viele Eltern berichten, dass ihr Baby nach einer längeren Schlafphase unruhig wird. Es drückt, bewegt sich mehr oder macht kleine Geräusche, ohne wirklich aufzuwachen.
Auch direkt nach dem Einschlafen oder am frühen Morgen gibt es oft solche Momente.
Typische Situationen sind:
• dein Baby drückt deutlich
• es wird immer zu ähnlichen Zeiten unruhig
• es wacht kurz auf und findet nicht zurück in den Schlaf
• es wirkt angespannt im Bauch
Wenn du dein Baby in genau diesen Momenten ruhig aufnimmst und abhältst, passiert oft etwas sehr Typisches.
Es kommen Pipi, Luft oder Stuhlgang. Danach entspannt sich der Körper sichtbar. Und dein Baby kann meist wieder weiterschlafen, ohne richtig wach geworden zu sein.
Genau das macht den Unterschied in der Nacht.
Der Druck im Bauch wird gelöst.
Der Körper kann loslassen.
Und der Schlaf wird nicht komplett unterbrochen.
Mit der Zeit entwickeln viele Eltern ein sehr feines Gespür dafür, wann sich Abhalten wirklich lohnt und wann es besser ist, das Baby einfach weiterschlafen zu lassen.
Wenn du dir grundsätzlich unsicher bist, wie Abhalten funktioniert, findest du hier einen einfachen Einstieg:








