Ein Baby im Sommer anzuziehen, klingt erst einmal einfach. Weniger Kleidung, mehr Luft, fertig. Doch sobald dein Baby da ist, tauchen schnell Fragen auf: Ist ein Body genug? Braucht mein Baby eine Mütze? Darf es nur in der Windel liegen? Wie schütze ich es vor Sonne? Und woran merke ich, ob es zu warm angezogen ist?
Gerade Neugeborene und kleine Babys brauchen im Sommer besondere Aufmerksamkeit. Sie können ihre Körpertemperatur noch nicht so zuverlässig regulieren wie Erwachsene. Gleichzeitig ist ihre Haut empfindlich und direkte Sonne sollte möglichst vermieden werden.
Sommerkleidung für Babys bedeutet deshalb nicht einfach „so wenig wie möglich“. Es bedeutet: leicht, atmungsaktiv, sonnengeschützt und passend zur Situation.
In diesem Artikel findest du eine natürliche, praktische und undogmatische Orientierung: wie du dein Baby im Sommer anziehen kannst, welche Materialien sinnvoll sind, worauf du zuhause, draußen, in der Trage, im Kinderwagen, im Auto und nachts achten solltest — und warum weniger Kleidung manchmal gut ist, aber Schutz trotzdem wichtig bleibt.
Wenn du gerade die gesamte Ausstattung für ein Sommerbaby planst, findest du hier zusätzlich eine passende Übersicht: Sommerbaby-Erstausstattung: Was du wirklich brauchst.
Die wichtigste Sommerregel: Leicht, luftig und geschützt
Im Sommer braucht dein Baby Kleidung, die Luft an die Haut lässt, nicht einengt und vor Überhitzung schützt. Gleichzeitig sollte empfindliche Babyhaut nicht ungeschützt direkter Sonne ausgesetzt werden.
Das bedeutet: In Innenräumen darf dein Baby bei Hitze sehr leicht gekleidet sein. Draußen braucht es vor allem Schatten, Kopfschutz und leichte Kleidung, die die Haut bedeckt, ohne zu warm zu sein.
Gute Sommerkleidung für Babys ist:
- leicht und atmungsaktiv
- nicht eng anliegend
- weich auf der Haut
- aus natürlichen oder hautfreundlichen Materialien
- einfach zu öffnen und zu wechseln
- passend zu Schatten, Trage, Kinderwagen oder Schlafsituation
- praktisch beim Wickeln oder Abhalten
Eine starre Regel gibt es nicht. Dein Baby, die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und eure Umgebung entscheiden mit.
Woran merkst du, ob deinem Baby zu warm ist?
Kalte oder warme Hände sind bei Babys nicht immer ein verlässliches Zeichen. Besser ist der Blick in den Nacken oder an den oberen Rücken.
So kannst du dein Baby einschätzen:
- Ist der Nacken angenehm warm und trocken, ist dein Baby meist passend angezogen.
- Ist der Nacken feucht, heiß oder verschwitzt, ist deinem Baby wahrscheinlich zu warm.
- Wirkt dein Baby ungewöhnlich schlapp, sehr unruhig, heiß oder trinkt auffällig schlecht, solltest du aufmerksam werden und dir bei Unsicherheit Hilfe holen.
Gerade bei großer Hitze ist es wichtig, nicht erst auf starkes Schwitzen zu warten. Babys schwitzen anders als Erwachsene und können sich noch nicht so gut selbst abkühlen.
Welche Materialien sind im Sommer sinnvoll?
Im Sommer spielt das Material eine große Rolle. Kleidung sollte leicht sein, Feuchtigkeit gut aufnehmen oder ableiten und sich angenehm auf der Haut anfühlen.
Für Mata Origin stehen natürliche, hochwertige und alltagstaugliche Materialien im Mittelpunkt. Im Sommer sind vor allem leichte Baumwolle, Wolle/Tencel und je nach Temperatur auch sehr feine Wollqualitäten interessant.
Baumwolle
Baumwolle ist im Sommer sehr beliebt, weil sie vertraut, pflegeleicht und angenehm ist. Sie eignet sich gut für leichte Bodys, Tücher und Alltagskleidung. Achte darauf, dass Baumwollkleidung nicht zu dick ist und locker sitzt.
Wolle/Tencel
Wolle/Tencel kann im Sommer spannend sein, weil das Material weich, leicht und ausgleichend ist. Es fühlt sich oft besonders geschmeidig an und kann für erste Schichten angenehm sein, wenn es nicht zu dick verarbeitet ist.
Feine Wolle
Wolle klingt für viele nach Winter. Feine Wollqualitäten können aber auch in Übergangszeiten oder an kühleren Sommertagen angenehm sein, weil Wolle Temperatur ausgleichen kann. Entscheidend ist die Stärke des Stoffes und die konkrete Temperatur.
Synthetische Materialien
Synthetische Stoffe können schnell trocknen, fühlen sich aber nicht immer angenehm auf empfindlicher Babyhaut an. Für den direkten Hautkontakt bevorzugen viele Familien natürliche oder hautfreundliche Materialien.
Mehr zur Materialauswahl findest du hier: Natürliche Babykleidung: Wolle, Wolle/Tencel und Baumwolle im Vergleich.
Baby zuhause im Sommer anziehen
Zuhause darf Sommerkleidung sehr schlicht sein. Wenn es warm ist und dein Baby nicht in direkter Sonne liegt, reicht oft ein Body, ein dünnes Shirt oder sogar nur eine Windel beziehungsweise ein Backup.
Wichtig ist, Zugluft und direkte Sonne zu vermeiden. Ein Baby kann auch im Sommer auskühlen, wenn es verschwitzt ist und dann in kalter Zugluft liegt. Gleichzeitig kann es in aufgeheizten Räumen schnell zu warm werden.
Mögliche Kleidung zuhause
- leichter Kurzarmbody
- dünner Langarmbody bei kühleren Räumen
- Body plus leichte Hose, wenn nötig
- nur Windel oder Abhaltewindel bei großer Hitze und sicherer Umgebung
- dünnes Tuch oder leichte Decke nur bei Bedarf und sicherer Nutzung
Wenn dein Baby viel auf dir liegt, bekommt es zusätzlich Körperwärme. Dann reicht häufig weniger Kleidung als im Kinderwagen oder allein auf einer Unterlage.
Wenn du grundsätzlich wissen möchtest, welche Kleidung ein Neugeborenes braucht, findest du hier eine gute Basis: Welche Kleidung braucht ein Neugeborenes wirklich?.
Baby draußen im Sommer anziehen
Draußen geht es im Sommer nicht nur um Temperatur, sondern auch um Sonnenschutz. Babys sollten möglichst im Schatten bleiben und nicht direkter Sonne ausgesetzt werden.
Leichte Kleidung kann die Haut schützen, ohne dein Baby zu überhitzen. Besonders sinnvoll sind lockere Schnitte, helle Farben und Materialien, durch die Luft zirkulieren kann.
Für draußen kann sinnvoll sein:
- leichter Body oder Shirt
- dünne, lockere Hose
- Sonnenhut mit Nacken- oder Ohrenschutz
- leichte Söckchen, wenn Füße geschützt werden sollen
- Schattenspender am Kinderwagen
- leichte Decke oder Tuch nur als Sonnenschutz, nicht zum Zudecken über dem Wagen
Wichtig: Decke oder Tuch sollten niemals so über den Kinderwagen gelegt werden, dass sich darunter Hitze staut. Schatten ist gut. Luftzirkulation ist genauso wichtig.
Warum direkte Sonne für Babys problematisch ist
Babyhaut ist sehr empfindlich. Besonders im ersten Lebensjahr sollte direkte Sonne möglichst vermieden werden. Das bedeutet nicht, dass du mit deinem Baby den ganzen Sommer in der Wohnung bleiben musst. Aber Aufenthalte draußen sollten gut geschützt stattfinden: im Schatten, mit leichter Kleidung, Kopfbedeckung und ohne pralle Mittagssonne.
Wenn ihr unterwegs seid, plane lieber ruhige Zeiten am Morgen oder späteren Nachmittag. Meide starke Hitze und direkte Sonne, soweit es möglich ist.
Bei Fragen zu Sonnenschutzmitteln, empfindlicher Haut oder besonderen Situationen sprich bitte mit deiner Hebamme, Kinderärztin oder deinem Kinderarzt.
Baby im Kinderwagen im Sommer anziehen
Im Kinderwagen kann es schnell wärmer werden, als es von außen wirkt. Besonders wenn der Wagen in der Sonne steht oder schlecht belüftet ist, kann sich Hitze stauen.
Dein Baby liegt im Kinderwagen ruhig und bewegt sich kaum. Deshalb solltest du regelmäßig prüfen, ob es angenehm temperiert ist.
Im Kinderwagen kann passen:
- leichter Body
- dünne Hose oder Beinbedeckung bei Sonnenschutzbedarf
- Sonnenhut, wenn der Kopf nicht sicher im Schatten ist
- leichte Unterlage
- keine dicken Decken
- gute Luftzirkulation
Stelle den Kinderwagen möglichst in den Schatten. Achte darauf, dass dein Baby nicht direkt von der Sonne getroffen wird, aber auch nicht unter einem abgedeckten Wagen überhitzt.
Mehr dazu findest du hier: Baby im Kinderwagen anziehen: Was braucht dein Baby draußen?.
Baby in der Trage im Sommer anziehen
In der Trage ist deinem Baby oft wärmer als im Kinderwagen. Es liegt direkt an deinem Körper, bekommt deine Wärme und ist zusätzlich von Stoff umgeben. Deshalb braucht es in der Trage im Sommer meist weniger Kleidung.
Eine leichte Basisschicht reicht häufig aus. Besonders wichtig sind freie Luftzirkulation, Schutz von Kopf, Armen und Beinen vor Sonne und die Kontrolle, ob dein Baby schwitzt.
Praktisch in der Trage:
- leichter Body oder dünnes Shirt
- eventuell dünne Hose oder Stulpen als Sonnenschutz
- Sonnenhut, wenn der Kopf nicht im Schatten ist
- keine unnötig dicken Lagen
- regelmäßig Pausen im Schatten
- Nacken und Rücken kontrollieren
Achte auch auf dich. Wenn du stark schwitzt, kann es für euch beide angenehmer sein, kürzere Wege zu gehen, mehr Pausen zu machen oder auf kühlere Tageszeiten auszuweichen.
Mehr dazu findest du hier: Baby in der Trage anziehen: Was braucht dein Baby wirklich?.
Baby im Auto im Sommer anziehen
Autos können sich im Sommer sehr schnell aufheizen. Dein Baby sollte niemals allein im Auto bleiben, auch nicht kurz. Für Fahrten ist leichte Kleidung meist sinnvoll, weil es im Auto oft warm wird.
Wenn die Klimaanlage läuft, sollte dein Baby aber nicht direkt kalter Luft ausgesetzt sein. Auch hier ist Balance wichtig: nicht überhitzen, aber auch nicht in kalter Zugluft auskühlen.
Für Autofahrten im Sommer:
- leichte Kleidung wählen
- direkte Sonne am Fenster vermeiden
- Sonnenschutz am Fenster nutzen
- keine dicken Decken oder zusätzlichen Wärmeschichten
- Klimaanlage moderat einstellen
- bei längeren Fahrten Pausen machen
Prüfe nach dem Anschnallen, ob Gurte sicher sitzen und dein Baby nicht schwitzt. Wenn ihr aus dem klimatisierten Auto in Hitze wechselt, kann eine kurze Anpassung nötig sein.
Mehr dazu findest du hier: Baby im Auto anziehen: sicher und warm in der Babyschale.
Baby nachts im Sommer anziehen
Sommernächte können sehr unterschiedlich sein. Manche Räume bleiben angenehm kühl, andere heizen sich stark auf. Deshalb gibt es auch hier keine perfekte Standardkombination.
Ein guter Ausgangspunkt ist ein leichter Body oder ein dünner Schlafanzug. Je nach Raumtemperatur kann ein dünner Sommerschlafsack sinnvoll sein oder auch zu viel. Entscheidend ist, wie dein Baby sich anfühlt.
Nachts kannst du beachten:
- Nacken prüfen: warm und trocken ist meist gut
- bei Schwitzen Kleidung reduzieren
- keine dicken Schlafsäcke bei Hitze
- keine losen, schweren Decken
- Raum tagsüber möglichst kühl halten
- nachts für sichere, sanfte Belüftung sorgen, ohne direkte Zugluft aufs Baby
Wenn dein Baby krank ist, Fieber hat, sehr klein geboren wurde oder du unsicher bist, hole dir bitte individuelle fachliche Begleitung.
Mehr dazu findest du hier: Baby nachts anziehen: Was braucht ein Neugeborenes zum Schlafen?.
Baby bei 20 Grad anziehen
20 Grad fühlen sich für Erwachsene oft angenehm an. Für ein Baby hängt die passende Kleidung aber davon ab, ob ihr drinnen oder draußen seid, ob Wind geht und ob dein Baby liegt, getragen wird oder schläft.
Bei etwa 20 Grad kann passen:
- Langarmbody oder Kurzarmbody mit leichter Hose
- dünnes Jäckchen bei Wind oder Schatten
- Söckchen nach Bedarf
- leichte Decke im Kinderwagen, wenn dein Baby kühl wirkt
Bei 20 Grad im Schatten braucht dein Baby meist keine dicke Kleidung. Im Wind oder nach dem Baden kann eine zusätzliche leichte Schicht sinnvoll sein.
Baby bei 25 Grad anziehen
Bei 25 Grad ist leichte Kleidung gefragt. Viele Babys sind dann mit einem Kurzarmbody oder einem dünnen Langarmbody gut angezogen. Draußen kommt Sonnenschutz hinzu.
Bei etwa 25 Grad kann passen:
- Kurzarmbody
- leichte Hose oder luftige Beinbedeckung draußen
- Sonnenhut im Freien
- keine dicken Socken, wenn dein Baby warm genug ist
- leichte Unterlage statt dicker Decke
Wenn dein Baby in der Trage ist, kann sogar weniger reichen, weil es deine Körperwärme bekommt.
Baby bei 30 Grad und mehr anziehen
Bei großer Hitze darf Kleidung sehr reduziert sein. Zuhause kann ein Baby oft nur im Body, in einer Windel oder Abhaltewindel liegen, solange es nicht in Zugluft oder direkter Sonne liegt.
Draußen braucht dein Baby trotz Hitze Schutz vor UV-Strahlung. Das bedeutet: Schatten, luftige Kleidung und Kopfbedeckung. Vermeide längere Aufenthalte in der Mittagshitze und achte besonders auf Anzeichen von Überwärmung.
Bei großer Hitze hilfreich:
- kühle, schattige Räume
- sehr leichte Kleidung
- häufigeres Stillen oder Trinken je nach Alter und Ernährung
- keine direkte Sonne
- keine abgedeckten Kinderwagen mit Hitzestau
- feuchte Tücher zur sanften Abkühlung, wenn passend
- ruhiger Tagesrhythmus mit Pausen
Wenn dein Baby sehr heiß wirkt, apathisch ist, schlecht trinkt, ungewöhnlich schreit, sehr schläfrig ist oder du ein ungutes Gefühl hast, hole bitte medizinische Hilfe.
Sommerkleidung und Windelfrei
Der Sommer kann eine sehr angenehme Zeit sein, um Windelfrei oder Abhalten kennenzulernen. Dein Baby trägt weniger Schichten, der Windelbereich ist schneller zugänglich und kleine Pannen sind oft leichter zu handhaben.
Gleichzeitig solltest du auch im Sommer darauf achten, dass dein Baby nicht auskühlt, wenn es verschwitzt ist oder in Zugluft liegt. Leichte Kleidung, Unterlagen und ein gutes Backup können euch entspannen.
Für Windelfrei im Sommer hilfreich:
- Abhaltewindel als leichtes Backup
- saugende Einlagen
- leichte Abhaltehose oder schnell zu öffnende Kleidung
- Wickelunterlage für zuhause und unterwegs
- weiche Waschlappen
- Wetbag für feuchte Kleidung oder Einlagen
Wenn du Windelfrei noch nicht kennst, findest du hier eine sanfte Einführung: Was bedeutet Windelfrei ab Geburt eigentlich?.
Wenn du wissen möchtest, was du dafür wirklich brauchst, lies hier weiter: Abhalte-Erstausstattung: Was du wirklich brauchst.
Wickeln und Abhalten bei Hitze
Bei warmem Wetter kann die Haut im Windelbereich schneller gereizt wirken, besonders wenn Feuchtigkeit und Wärme zusammenkommen. Regelmäßiges Wickeln, Luft an die Haut und sanfte Reinigung können helfen.
Wenn du abhalten möchtest, kann der Sommer praktisch sein: Beim Wickeln kurz abhalten, danach etwas Luft an die Haut lassen und erst dann wieder ein Backup anlegen. Das muss nicht lange dauern und muss nicht perfekt funktionieren.
Passende Produkte findest du bei Mata Origin zum Beispiel in den Bereichen Abhaltewindeln, Abhaltehosen, Windeleinlagen und bei der Wickelunterlage für unterwegs.
Sonnenhut, Mütze oder gar nichts?
Draußen ist ein Sonnenhut meistens sinnvoll, wenn der Kopf nicht vollständig im Schatten ist. Ein guter Sommerhut schützt Kopf, Gesicht, Ohren und möglichst auch den Nacken. Er sollte leicht sein, gut sitzen und nicht verrutschen.
In Innenräumen braucht dein Baby bei Hitze normalerweise keine Mütze. Direkt nach der Geburt oder bei besonderen Situationen kann das anders sein. Hier zählt wieder: Temperatur, Alter, Zustand deines Babys und fachliche Einschätzung.
Ein guter Sommerhut sollte:
- leicht und atmungsaktiv sein
- nicht drücken
- Gesicht und Nacken beschatten
- nicht über die Augen rutschen
- gut sitzen, ohne einzuengen
Braucht ein Baby im Sommer Socken?
Nicht immer. Wenn es sehr warm ist und dein Baby angenehm temperiert ist, sind Söckchen oft nicht nötig. Draußen können sie aber vor Sonne, Reibung oder kühlem Wind schützen.
Kalte Füße allein bedeuten nicht automatisch, dass dein Baby friert. Prüfe lieber den Nacken. Wenn dein Baby insgesamt warm ist, müssen Füße nicht zusätzlich eingepackt werden.
Was ist mit nackter Babyzeit?
Nackte Babyzeit kann im Sommer sehr angenehm sein. Sie gibt Luft an die Haut, entlastet den Windelbereich und kann auch für Windelfrei-Momente hilfreich sein.
Wichtig ist ein sicherer Rahmen:
- keine direkte Sonne
- keine Zugluft
- weiche Unterlage
- angenehme Raumtemperatur
- Backup oder Unterlage für Pipi
- Baby nicht unbeaufsichtigt liegen lassen
Nackte Babyzeit muss nicht lang sein. Schon kurze Momente können angenehm sein, besonders beim Wickeln oder nach dem Baden.
Wenn dein Baby im Wochenbett einen wunden Po bekommt, findest du hier eine passende Orientierung: Wunder Po beim Baby: Was im Wochenbett wirklich hilft.
Stillen, Trinken und Hitze
Bei Wärme möchten viele Babys häufiger trinken. Wenn du stillst, kann häufigeres Anlegen normal sein. Dein Baby holt sich dadurch nicht nur Nahrung, sondern auch Flüssigkeit und Nähe.
Ob zusätzlich Wasser sinnvoll oder nötig ist, hängt unter anderem vom Alter deines Babys, der Ernährung und der Beikostsituation ab. Bei voll gestillten Babys oder sehr kleinen Säuglingen solltest du solche Fragen mit deiner Hebamme oder Kinderärztin klären.
Wichtig ist: Achte auf dein Baby. Bei Hitze sind regelmäßiges Trinken, nasse Windeln, Wachheit und ein insgesamt stabiler Eindruck wichtige Orientierungspunkte. Wenn du unsicher bist, hole dir lieber früh Unterstützung.
Typische Fehler beim Baby-Anziehen im Sommer
Viele Fehler entstehen aus guter Absicht. Eltern möchten schützen und wählen dann manchmal zu viele Schichten. Oder sie möchten Überhitzung vermeiden und vergessen dabei den Sonnenschutz.
Häufige Sommerfehler sind:
- Baby in direkter Sonne liegen lassen
- Kinderwagen mit Tuch komplett abdecken und Hitzestau erzeugen
- zu dicke Kleidung in der Trage
- Mütze in warmen Innenräumen nicht abnehmen
- nur Hände oder Füße statt Nacken kontrollieren
- zu wenig Pausen im Schatten machen
- Hitze im Auto unterschätzen
- Baby trotz Schwitzen weiter eingepackt lassen
Sommerkleidung soll entlasten. Wenn dein Baby schwitzt, unruhig wirkt oder sehr warm ist, darfst du reduzieren, öffnen, Schatten suchen und für Abkühlung sorgen.
Eine einfache Sommer-Checkliste für Babykleidung
Für die warme Jahreszeit kann diese reduzierte Orientierung helfen:
- 5 bis 7 leichte Bodys
- 2 bis 4 dünne Hosen oder Leggings
- 2 bis 3 leichte Oberteile
- 1 bis 2 dünne Jäckchen für kühlere Morgen oder Abende
- 1 bis 2 Sonnenhüte
- leichte Söckchen nach Bedarf
- dünne Tücher oder Mulltücher
- leichte Decke für den Kinderwagen, wenn passend
- Wickelunterlage für unterwegs
- leichte Backups, Einlagen oder Abhaltewindeln, wenn ihr Windelfrei ausprobieren möchtet
Wenn du grundsätzlich planst, welche Kleidung ein Neugeborenes braucht, findest du hier den passenden Überblick: Welche Kleidung braucht ein Neugeborenes wirklich?.
Noch konkreter für Sommerbabys geht es hier weiter: Sommerbaby-Erstausstattung: Was du wirklich brauchst.
Häufige Fragen: Baby im Sommer anziehen
Was zieht man einem Baby im Sommer an?
Das hängt von Temperatur, Aufenthaltsort und Sonnenschutz ab. Zuhause reicht bei Hitze oft ein leichter Body oder nur ein Backup. Draußen braucht dein Baby leichte, luftige Kleidung, Schatten und meist einen Sonnenhut.
Darf mein Baby im Sommer nur in der Windel liegen?
In Innenräumen oder im sicheren Schatten kann das bei großer Hitze angenehm sein, solange dein Baby nicht in Zugluft oder direkter Sonne liegt. Prüfe regelmäßig, ob es angenehm warm und nicht verschwitzt ist.
Wie merke ich, ob mein Baby zu warm angezogen ist?
Fühle im Nacken oder am oberen Rücken. Ist dieser Bereich feucht, heiß oder verschwitzt, ist deinem Baby wahrscheinlich zu warm. Dann solltest du Kleidung reduzieren oder für mehr Kühle sorgen.
Braucht mein Baby im Sommer eine Mütze?
Draußen ist ein leichter Sonnenhut sinnvoll, wenn der Kopf nicht sicher im Schatten ist. In warmen Innenräumen braucht dein Baby normalerweise keine Mütze, außer es gibt besondere Gründe.
Welche Materialien sind im Sommer gut für Babys?
Leichte Baumwolle, Wolle/Tencel und sehr feine Naturmaterialien können angenehm sein. Wichtig ist, dass Kleidung atmungsaktiv, weich und nicht zu eng ist.
Wie ziehe ich mein Baby in der Trage im Sommer an?
In der Trage reicht meist eine leichte Schicht, weil dein Baby deine Körperwärme bekommt. Achte besonders auf Sonnenschutz für Kopf, Arme und Beine sowie auf regelmäßige Pausen im Schatten.
Kann ich im Sommer mit Windelfrei starten?
Ja, der Sommer kann ein guter Zeitpunkt sein, weil weniger Kleidung im Weg ist und kleine Pannen leichter zu handhaben sind. Ein leichtes Backup, Einlagen und eine Unterlage machen den Einstieg entspannter.
Ein ruhiger Gedanke zum Schluss
Dein Baby im Sommer anzuziehen, ist ein Balanceakt: leicht genug gegen Hitze, geschützt genug vor Sonne, weich genug für empfindliche Haut und praktisch genug für euren Alltag.
Du musst nicht jede Temperatur perfekt berechnen. Du darfst beobachten, anfassen, anpassen und mit der Zeit sicherer werden. Der Nacken deines Babys, seine Stimmung, seine Haut und sein Trinkverhalten geben dir viele Hinweise.
Natürliche Materialien, luftige Schnitte, Schatten und eine ruhige Haltung helfen mehr als starre Regeln. Und wie so oft im Babyjahr gilt: Es muss nicht perfekt sein. Es soll euch dienen.
Sommer mit Baby darf leicht sein. Geschützt, achtsam und verbunden.
Wenn du dein Baby mit natürlichen Materialien, praktischen Schnitten und einem undogmatischen Blick auf Wickeln, Abhalten und Nähe begleiten möchtest, findest du bei Mata Origin durchdachte Begleiter für genau diese erste Zeit.
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Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Er soll dir Orientierung geben. Bei großer Hitze, Fieber, auffälliger Schläfrigkeit, Trinkschwäche, Überhitzung, Sonnenbrand, Unsicherheit oder besonderen gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an deine Hebamme, Kinderärztin oder deinen Kinderarzt. Bei akuten schweren Symptomen hole sofort medizinische Hilfe.








