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Wolle fetten: So einfach funktioniert das Lanolinbad


Bei unseren Wollwindeln ist ein Fetten prinzipiell nicht nötig. Wenn du viel abhältst, kannst du sie  auch ohne vorheriges Fetten verwenden, da ein natürliches Lanolingehalt bereits vorhanden ist. In  einer Entwicklungsphase, in der das Abhalten vom Kind vielleicht verweigert wird, oder wenn sich  nasse Saugeinlagen lange in der Wollwindel befinden, kannst du mit einem selbstgemachten  Lanolinbad dafür sorgen, dass sie noch dichter wird. Zusätzlich pflegt das Lanolin die Wollfasern  und macht sie so richtig schmutzabweisend. 

Das brauchst du für das Fetten im Lanolinbad: 

◦ 1 große ausrangierte Schüssel 

◦ 1 Tasse 

◦ ½ Teelöffel Lanolin pro Wollwindel 

◦ Wenige Tropfen Spülmittel oder eine andere fettlösliche Seifenlösung 

◦ Wasser 

◦ 1 kleinen Teller 

◦ 2 Handtücher für das spätere Ausdrücken oder eine Waschmaschine mit  Schleuderprogramm 

Und los geht‘s! 

Als Erstes benötigst du eine große Schüssel. Hierfür verwendest du am besten immer dasselbe  Gefäß, da eine Schicht Lanolin zurückbleibt. Fülle soviel lauwarmes oder warmes Wasser in die  Schüssel, dass die Wollwindel nachher darin schwimmen kann. Wenn du kaltes Wasser verwenden  würdest, besteht Ausflockungsgefahr. Also nimm lieber mindestens lauwarmes Wasser. Dann  erwärmst du zusätzlich Wasser im Wasserkocher und füllst es in eine Tasse. Gib nun pro  Wollwindel einen halben Teelöffel Lanolin (in der Apotheke erhältlich) hinzu und verrühre es in der Tasse. Damit sich das Lanolin gut auflösen kann und keine Fettaugen übrig bleiben, gibst du wenige Tropfen Spülmittel hinzu und verrührst alles. Nun müssten sich das Fett und das Wasser  miteinander verbunden haben und du erhältst eine milchige Flüssigkeit. Wenn du noch Fettaugen an der Oberfläche erkennst oder diese sehr gelblich ist, füge noch weitere Tropfen Spülmittel hinzu  und verrühre alles gut. Schütte die Flüssigkeit jetzt in die große Schüssel mit dem lauwarmen bzw.  warmen Wasser und rühre noch einmal alles gut um. Nun darf die Wollwindel hineingelegt werden.  Am besten drehst du die Windel um, so dass die Innenseite nach außen zeigt, damit sie sich auch  ordentlich mit Lanolin aufsaugen kann. Achtung: Wenn sich das Wasser wärmer als deine 

Körpertemperatur anfühlt, also wärmer als etwa 37°C ist, darf die Windel im Wasser nicht bewegt  werden, ansonsten würde sie verfilzen. Also rühre nicht um, wringe sie nicht, sondern lege die  Wollwindel nur hinein und drücke sie langsam und vorsichtig kurz unter Wasser. Nun kannst du sie  mit dem Teller beschweren. Denn nur was mit Lanolin in Berührung kommt, ist nachher auch  dichter. Damit deine Windel nachher optimal dicht ist, lässt du sie mindestens acht Stunden oder  direkt über Nacht im Lanolinbad schwimmen. Dann nimmst du die Windel heraus und kannst sie  anschließend mit dem Schleuderprogramm deiner Waschmaschine bei geringer Drehzahl und ohne  Spülfunktion trocken schleudern. Wenn du deiner Waschmaschine nicht traust oder es auf die gute,  alte Weise machen möchtest, legst du die Wollwindel zwischen zwei Handtücher und drückst oder  stampfst sie behutsam trocken. Dabei kann sogar das Kind selbst oder ein Geschwisterkind mit  eingebunden werden. Wundere dich nicht: Die Wollwindel wird sich am ersten Tag noch leicht  fettig anfühlen, das verschwindet aber schnell. Et voilà hast du deine Wollwindel in einem  selbstgemachten Lanolinbad gefettet! 

Kleiner Tipp: Am besten sammelst du mehrere Wollwindeln und legst dann alle zusammen in das  Lanolinbad, so sparst du Zeit und Ressourcen. Dafür erhöhst du lediglich die jeweiligen „Zutaten“.  Das Lanolinbad kannst du so oft wiederholen, wie du findest, dass die Wollwindel es benötigt, also  sie undicht wird oder in einem Rhythmus je Gebrauch von etwa vier Wochen.



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