Eine volle Windel.
Zusammenrollen.
Verschließen.
Windeleimer auf.
Und weg.
Im Familienalltag dauert dieser Moment vielleicht zehn Sekunden.
Danach ist die Windel erst einmal aus unserem Blick verschwunden.
Aber natürlich ist sie nicht weg.
Sie beginnt nur den nächsten Teil ihrer Reise.
Und wenn man bedenkt, dass während einer Wickelzeit mehrere tausend Einwegwindeln zusammenkommen können, wird aus dieser kleinen Alltagsbewegung plötzlich eine ziemlich große Frage:
Was passiert eigentlich mit all den gebrauchten Windeln?
Und:
Wie werden Windeln in Deutschland, Österreich und der Schweiz richtig entsorgt?
Die kurze Antwort ist erstaunlich ähnlich:
- Deutschland: gebrauchte Windeln gehören in den Restmüll.
- Österreich: gebrauchte Windeln gehören in den Restmüll.
- Schweiz: gebrauchte Windeln gehören in den Kehricht beziehungsweise Hauskehricht.
Sie gehören nicht ins Altpapier.
Nicht in die Biotonne.
Nicht in die Kunststoffsammlung.
Und ganz sicher nicht in die Toilette.
Warum das so ist und was anschließend mit den Windeln passiert, schauen wir uns genauer an.
Windeln entsorgen: Die schnelle Übersicht für Deutschland, Österreich und die Schweiz
| Land | Richtige Entsorgung | Was passiert danach? |
|---|---|---|
| Deutschland | Restmüll | meist thermische Verwertung oder mechanisch-biologische Behandlung |
| Österreich | Restmüll | thermische oder mechanisch-biologische Behandlung |
| Schweiz | Kehricht / Hauskehricht | in der Regel thermische Verwertung in einer Kehrichtverbrennungsanlage |
Die genaue Sammlung kann sich je nach Gemeinde unterscheiden.
Manche Orte bieten größere Restmüllbehälter, eigene Windelsäcke oder sogenannte Windeltonnen an. In der Schweiz gibt es je nach Gemeinde Gebührensäcke oder andere lokale Sammelsysteme.
Der Grundsatz bleibt aber derselbe:
Eine gebrauchte Einwegwindel ist normalerweise Restabfall und kein Wertstoff für die übliche getrennte Sammlung.
Wie werden Windeln in Deutschland entsorgt?
In Deutschland gehören gebrauchte Babywindeln in die Restmülltonne.
Das Umweltbundesamt zählt Windeln ausdrücklich zu den Abfällen, für die es im normalen Haushalt keinen getrennten Recyclingweg gibt.
Das bedeutet:
- nicht in den Gelben Sack
- nicht in die Gelbe Tonne
- nicht ins Altpapier
- nicht in die Biotonne
- nicht auf den Kompost
Auch wenn eine Einwegwindel Zellstoff und Kunststoffe enthält, lassen sich diese Bestandteile nach der Nutzung nicht einfach über die üblichen Wertstoffsammlungen zurückgewinnen.
Die Windel ist dann ein stark verschmutztes Verbundprodukt aus verschiedenen Materialien.
Was passiert in Deutschland mit der Windel im Restmüll?
Wenn der Müllwagen die Restmülltonne geleert hat, wird der Inhalt nicht einfach irgendwo auf einer Deponie abgeladen.
Unbehandelter Siedlungsabfall darf in Deutschland seit 2005 grundsätzlich nicht mehr einfach deponiert werden.
Restmüll wird vorher behandelt.
Ein großer Teil gelangt in Müllverbrennungsanlagen.
Dort wird er thermisch verwertet.
Die bei der Verbrennung entstehende Energie kann genutzt werden für:
- Strom
- Fernwärme
- Prozesswärme
Ein anderer Teil des Restmülls wird zunächst mechanisch-biologisch behandelt.
Dabei werden beispielsweise Metalle oder besonders heizwertreiche Bestandteile getrennt. Ein Teil wird anschließend ebenfalls energetisch verwertet.
Für die gebrauchte Windel bedeutet das in aller Regel:
Sie wird nicht wieder zu einer neuen Windel. Ihre Materialien gehen weitgehend als Material verloren.
Wie werden Windeln in Österreich entsorgt?
Auch in Österreich lautet die klare Antwort:
Babywindeln gehören in den Restmüll.
Die Stadt Wien führt Babywindeln beispielsweise ausdrücklich im Mist-ABC unter Restmüll.
Auch hier gehören Windeln nicht:
- in die Biotonne
- in die Kunststoff- und Verpackungssammlung
- ins Altpapier
- in die Toilette
Wie groß die Restmülltonne ist, wie häufig sie geleert wird und ob es zusätzliche Angebote für Familien mit Wickelkindern gibt, unterscheidet sich je nach Gemeinde.
Manche österreichische Gemeinden bieten beispielsweise eine zusätzliche Windeltonne an.
Das klingt zunächst nach einer eigenen Recyclinglösung.
In vielen Fällen ist es aber schlicht ein zusätzlicher Restmüllbehälter für Familien, bei denen durch Windeln besonders viel Müll entsteht.
Die Windeln landen anschließend weiterhin gemeinsam mit dem Restmüll in der entsprechenden Abfallbehandlung.
Was passiert mit Restmüll in Österreich?
Österreichischer Restmüll wird thermisch behandelt oder zunächst mechanisch-biologisch aufbereitet.
Bei der thermischen Behandlung wird der Müll verbrannt.
Auch hier kann die dabei entstehende Energie genutzt werden.
Bei einer mechanisch-biologischen Behandlung wird der Müll zunächst aufbereitet und in verschiedene Fraktionen getrennt.
Das ändert für eine einzelne Einwegwindel allerdings wenig:
Im normalen österreichischen Haushalt gibt es derzeit keinen flächendeckenden Kreislauf, in dem gebrauchte Babywindeln wieder in ihre Ausgangsmaterialien zerlegt und daraus neue Windeln hergestellt werden.
Wie werden Windeln in der Schweiz entsorgt?
In der Schweiz heißt der Restmüll meist Kehricht oder Hauskehricht.
Und auch hier gehören gebrauchte Windeln hinein.
Die Stadt Bern nennt Windeln ausdrücklich als brennbare Abfälle für den Kehrichtsack.
Je nach Gemeinde wird Hauskehricht beispielsweise gesammelt über:
- offizielle Gebührensäcke
- Kehrichtcontainer
- Unterflurcontainer
- kommunale Sammelsysteme
Die genaue Organisation und die Gebühren unterscheiden sich regional.
Der Entsorgungsweg ist jedoch sehr ähnlich:
Gebrauchte Windeln gehören zum nicht recycelbaren Hauskehricht.
Was passiert mit gebrauchten Windeln in der Schweiz?
In der Schweiz werden brennbare Abfälle, die nicht sinnvoll recycelt werden können, in Kehrichtverbrennungsanlagen thermisch verwertet.
Dabei entsteht Wärme.
Diese kann beispielsweise genutzt werden für:
- Fernwärme
- Stromerzeugung
Die Schweiz verfügt über eine ausgebaute Infrastruktur für diese energetische Verwertung.
Die Windel wird dadurch sinnvoller behandelt, als wenn sie unbehandelt auf einer Deponie landen würde.
Aber auch hier gilt:
Verbrennen ist keine stoffliche Kreislaufwirtschaft.
Die Energie kann teilweise genutzt werden.
Die ursprünglich für die Windel eingesetzten Rohstoffe gehen aber weitgehend verloren.
Warum können gebrauchte Windeln nicht einfach recycelt werden?
Auf den ersten Blick scheint eine Windel aus wertvollen Rohstoffen zu bestehen.
- Zellstoff.
- Kunststoffe.
- Superabsorber.
Warum trennt man diese Dinge nicht einfach wieder?
Das Problem ist der Aufbau.
Eine moderne Einwegwindel besteht aus vielen eng miteinander verbundenen Komponenten:
- Zellstoff
- Superabsorber
- Kunststoffvliese
- Folien
- elastische Materialien
- Klebstoffe
- Verschlüsse
Nach der Nutzung kommen hinzu:
- Urin
- möglicherweise Stuhl
- Cremereste
- eventuell Feuchttuchreste
Damit aus einer gebrauchten Windel wieder verwertbare Rohstoffe entstehen, müsste sie:
- separat gesammelt
- hygienisch behandelt
- in ihre Bestandteile zerlegt
- gereinigt
- technisch aufbereitet
werden.
Das ist technisch durchaus möglich.
Aber es ist aufwendig.
Gibt es schon Windelrecycling?
Ja – und das ist spannend.
In Europa wird an verschiedenen Verfahren gearbeitet, mit denen gebrauchte Windeln künftig besser verwertet werden könnten.
Auch in Österreich laufen Forschungsprojekte.
Untersucht werden beispielsweise:
- enzymatische Verfahren
- mechanische Trennung
- Vergasung
- chemisches Recycling von Kunststoffanteilen
Einige Projekte zeigen inzwischen, dass sich Teile gebrauchter Windeln grundsätzlich zurückgewinnen lassen.
Das ist eine gute Entwicklung.
Aber für Familien in Deutschland, Österreich und der Schweiz ändert sich dadurch aktuell noch wenig.
Gebrauchte Windeln gehören weiterhin in den Restmüll beziehungsweise Kehricht.
Ein flächendeckendes getrenntes Windelrecycling gibt es derzeit nicht.
Warum gehört eine Windel nicht in den Gelben Sack?
Weil der Gelbe Sack beziehungsweise die entsprechende Verpackungssammlung für Verpackungsabfälle gedacht ist.
Eine benutzte Windel ist kein Verpackungsabfall.
Sie besteht zwar aus verschiedenen Kunststoffen, diese sind aber:
- mit Zellstoff verbunden
- mit Superabsorber vermischt
- verschmutzt
- nicht für die übliche Verpackungssortierung geeignet
Deshalb gehört eine Windel nicht in die Kunststoffsammlung.
Dürfen Windeln in die Biotonne?
Nein.
Auch dann nicht, wenn auf der Verpackung Begriffe stehen wie:
- Öko
- Bio
- pflanzenbasiert
- biobasiert
- mit natürlichen Materialien
Eine Einwegwindel besteht normalerweise nicht ausschließlich aus biologisch abbaubaren Materialien.
Und selbst wenn einzelne Bestandteile biologisch abbaubar wären, bleibt die gesamte gebrauchte Windel ein verschmutztes Verbundprodukt.
Sie gehört deshalb nicht auf den heimischen Kompost und nicht in die reguläre Biotonne.
Öko-Windeln und Bio-Windeln: Was bedeutet „natürlich“ bei Einwegwindeln wirklich?
Darf man Windeln in der Toilette entsorgen?
Nein.
Eine Windel kann enorme Mengen Flüssigkeit aufnehmen und quillt dabei auf.
Im Abwassersystem kann sie Leitungen und Pumpen blockieren.
In die Toilette gehören grundsätzlich menschliche Ausscheidungen und Toilettenpapier – keine Windeln.
Das gilt auch für:
- Feuchttücher
- Windeleinlagen
- Wattepads
- Hygieneartikel
Wenn dein Baby beim Abhalten oder auf dem Töpfchen ausscheidet, dürfen die Ausscheidungen natürlich über die Toilette entsorgt werden.
Die Windel selbst dagegen nicht.
Was passiert eigentlich mit dem Pipi in einer weggeworfenen Windel?
Diese Frage ist interessant, weil sie zeigt, wie unterschiedlich Abhalten und eine Einwegwindel mit derselben Ausscheidung umgehen.
Wenn dein Baby in eine Einwegwindel pinkelt, wird der Urin vom Superabsorber aufgenommen.
Die Windel wird anschließend gemeinsam mit ihrem Inhalt entsorgt.
Das bedeutet:
Der Urin landet zusammen mit:
- Zellstoff
- Kunststoff
- Superabsorber
- Klebstoffen
- weiteren Windelbestandteilen
im Restmüll.
Beim Abhalten passiert etwas anderes.
Das Pipi landet direkt:
- im Töpfchen
- im Waschbecken
- oder in der Toilette
und gelangt über das Abwassersystem zur Kläranlage.
Es braucht dafür keine Einwegwindel, die anschließend entsorgt werden muss.
Der wichtigste Schritt passiert eigentlich vor der Mülltonne
Wir können unsere Müllverbrennung technisch immer besser machen.
Wir können Energie aus Restmüll zurückgewinnen.
Wir können an Windelrecycling forschen.
All das ist wichtig.
Aber in der Abfallwirtschaft gibt es einen noch einfacheren Gedanken:
Abfall, der gar nicht erst entsteht, muss später auch nicht entsorgt werden.
Und genau deshalb finden wir das Thema Abhalten im Zusammenhang mit Windelmüll so spannend.
Beim Abhalten geht es nicht darum, eine Einwegwindel durch eine andere Einwegwindel zu ersetzen.
Es geht darum, dass manche Ausscheidungen gar nicht erst in einer Windel landen.
Schon wenige Abhaltemomente können den Windelberg kleiner machen
Du musst dafür nicht komplett windelfrei leben.
Vielleicht haltet ihr nur morgens ab.
Oder nach dem Mittagsschlaf.
Oder beim Stuhlgang, weil du inzwischen ganz genau erkennst, wann dein Baby muss.
Wenn dadurch tatsächlich eine Einwegwindel nicht benötigt wird, summiert sich das.
Drei eingesparte Windeln pro Woche ergeben über zweieinhalb Jahre ungefähr:
390 Windeln weniger.
Fünf pro Woche:
etwa 650 Windeln weniger.
Eine pro Tag:
rund 913 Windeln – fast 1.000 Windeln weniger.
Das sind fast 1.000 Windeln, die weder im deutschen Restmüll noch im österreichischen Restmüll noch im Schweizer Kehrichtsack landen müssen.
Teilzeit-Windelfrei: So viel Windelmüll kannst du wirklich sparen
Und dafür musst du nicht auf Sicherheit verzichten
Vielleicht denkst du jetzt:
Schön – aber ich möchte mein Baby doch nicht den ganzen Tag ohne Windel lassen.
Musst du überhaupt nicht.
Eine Windel darf weiterhin da sein.
Sie darf Sicherheit geben.
Sie darf auffangen, wenn gerade kein Abhalten möglich ist.
Bei Teilzeit-Windelfrei wird die Windel zum Backup.
Und genau dafür wurden unsere Abhaltewindeln aus Wolle entwickelt.
Sie schützen dein Baby im Alltag, lassen sich aber schnell öffnen, wenn ein passender Abhaltemoment kommt.
So musst du dich nicht entscheiden zwischen:
Windel oder Windelfrei.
Du kannst beides miteinander verbinden.
Warum die Kleidung dabei viel wichtiger ist, als man zunächst denkt
Vielleicht kennst du diesen Moment:
Du merkst plötzlich:
Ich glaube, mein Baby muss.
Und dann beginnt das Ausziehen.
Body auf.
Hose runter.
Strumpfhose herunter.
Windel öffnen.
Und bevor alles geschafft ist:
zu spät.
Genau deshalb wurde die Kleidung von Mata Origin rund ums Abhalten entwickelt.
Eine Abhaltehose lässt sich schnell öffnen, ohne dass dein Baby jedes Mal vollständig ausgezogen werden muss.
Das klingt vielleicht nach einem kleinen Unterschied.
Im Alltag ist es oft ein ziemlich großer.
Denn je einfacher der Abhaltemoment wird, desto eher nutzt du ihn tatsächlich.
Und aus genau diesen kleinen Momenten können mit der Zeit die Windeln entstehen, die gar nicht erst im Müll landen.
Kleidung kann Müll nicht direkt vermeiden – aber sie kann Abhalten einfacher machen
Natürlich spart eine Abhaltehose nicht automatisch Windeln.
Und eine Abhaltewindel sorgt nicht von allein dafür, dass dein Baby ins Töpfchen macht.
Aber gutes Design kann eine Hürde kleiner machen.
Wenn du nicht jedes Mal:
- mehrere Kleidungsschichten ausziehen
- Knöpfe suchen
- Beine aus engen Hosen ziehen
- dein Baby vollständig auspacken
musst, wird aus einem möglichen Abhaltemoment viel leichter ein tatsächlicher.
Genau darum geht es uns bei Mata Origin.
Kleidung soll Windelfrei nicht komplizierter machen. Sie soll es leichter machen.
Abfall vermeiden ist mehr als Müll richtig trennen
Mülltrennung ist wichtig.
Aber bei Windeln gibt es kaum etwas zu trennen.
Die gebrauchte Einwegwindel ist am Ende ein Materialmix, der in Deutschland und Österreich im Restmüll und in der Schweiz im Kehricht landet.
Darum beginnt Nachhaltigkeit hier einen Schritt früher.
Nicht erst:
In welche Tonne gehört die Windel?
Sondern manchmal auch:
Brauchen wir für diese Ausscheidung überhaupt eine neue Windel?
Vielleicht lautet die Antwort oft genug:
Ja.
Dann ist die Windel genau richtig.
Und manchmal lautet sie:
Nein.
Dann landet das Pipi vielleicht im Waschbecken.
Der Stuhl im Töpfchen.
Und die Windel bleibt trocken.
Häufige Fragen zur Entsorgung von Windeln
In welchen Müll gehören Windeln in Deutschland?
Gebrauchte Babywindeln gehören in Deutschland in die Restmülltonne. Sie gehören weder in den Gelben Sack noch ins Altpapier oder in die Biotonne.
In welchen Müll gehören Windeln in Österreich?
Auch in Österreich werden Babywindeln über den Restmüll entsorgt. Die genaue Organisation und eventuelle zusätzliche Windeltonnen oder Windelsäcke hängen von der jeweiligen Gemeinde ab.
Wie entsorgt man Windeln in der Schweiz?
Gebrauchte Windeln gehören in der Schweiz in den Hauskehricht beziehungsweise Kehricht. Je nach Gemeinde erfolgt die Sammlung beispielsweise über offizielle Gebührensäcke oder Container.
Werden gebrauchte Windeln verbrannt?
Sehr häufig ja. In Deutschland und Österreich wird Restmüll thermisch oder teilweise zunächst mechanisch-biologisch behandelt. In der Schweiz werden nicht recycelbare brennbare Haushaltsabfälle überwiegend in Kehrichtverbrennungsanlagen energetisch verwertet.
Wird bei der Verbrennung von Windeln Energie gewonnen?
Ja. Moderne Müll- und Kehrichtverbrennungsanlagen nutzen die entstehende Wärme häufig für Strom, Fernwärme oder Prozessenergie. Die stofflichen Rohstoffe der Windel werden dabei jedoch nicht vollständig in den Materialkreislauf zurückgeführt.
Können gebrauchte Windeln recycelt werden?
Technisch gibt es inzwischen verschiedene Forschungs- und Pilotverfahren. Eine flächendeckende getrennte Sammlung und stoffliche Verwertung gebrauchter Babywindeln ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz derzeit jedoch nicht der normale Entsorgungsweg.
Dürfen Öko-Windeln in die Biotonne?
Nein. Auch als Öko, Bio oder pflanzenbasiert beworbene Einwegwindeln gehören nach der Benutzung grundsätzlich in den Restmüll beziehungsweise Kehricht. Einzelne biobasierte Bestandteile machen die gesamte gebrauchte Windel nicht zu Bioabfall.
Dürfen Windeln in die Toilette?
Nein. Windeln, Feuchttücher und andere Hygieneprodukte können Abwasserleitungen und technische Anlagen verstopfen. In die Toilette gehören menschliche Ausscheidungen und Toilettenpapier – nicht die Windel selbst.
Was ist eine Windeltonne?
Manche Gemeinden stellen Familien mit Wickelkindern eine zusätzliche Windeltonne oder spezielle Windelsäcke zur Verfügung. Meist handelt es sich dabei um zusätzliches Restmüllvolumen und nicht um ein eigenes Windelrecycling.
Wie kann ich weniger Windeln entsorgen?
Du kannst Einwegwindeln teilweise durch Stoffwindeln oder wiederverwendbare Abhaltewindeln ersetzen und dein Baby in passenden Momenten abhalten. Schon wenige tatsächlich eingesparte Einwegwindeln pro Woche summieren sich über die Wickelzeit.
Fazit: Die Windel verschwindet im Eimer – aber nicht aus der Welt
Deutschland.
Österreich.
Schweiz.
Die Bezeichnungen unterscheiden sich ein wenig.
Restmüll.
Restabfall.
Kehricht.
Der Weg der gebrauchten Einwegwindel ist aber sehr ähnlich.
Sie wird gemeinsam mit anderen nicht recycelbaren Haushaltsabfällen gesammelt und anschließend überwiegend thermisch oder nach entsprechender Vorbehandlung verwertet.
Das ist technisch sinnvoller, als Windeln unbehandelt auf einer Deponie liegen zu lassen.
Aber die Windel bleibt trotzdem ein Produkt, das für wenige Stunden hergestellt und anschließend entsorgt wird.
Vielleicht ist deshalb neben der Frage:
Wie entsorgen wir Windeln richtig?
noch eine zweite wichtig:
Wie können wir dafür sorgen, dass wir einige davon gar nicht erst entsorgen müssen?
Nicht alle.
Nicht sofort.
Nicht perfekt.
Vielleicht einfach eine weniger.
Und irgendwann noch eine.
Mit einem kleinen Abhaltemoment.
Mit einem Backup, das Sicherheit gibt.
Und mit Kleidung, die schnell genug aufgeht, wenn dein Baby gerade sagt:
Jetzt.
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Du musst dafür nicht auf Windeln verzichten.
Beginne mit einem Moment – vielleicht morgen nach dem Aufwachen.
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